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Schwäbische Zeitung vom 15.06.2014

Markt im Klosterhof ist Erfolg

Ein Glockengießer zeigt sein Handwerk.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein gelungener Kunsthandwerkermarkt findet an diesem Wochenende im Klosterhof in Blaubeuren statt.
Auch am heutigen Sonntag hat er geöffnet. Händler und Kunden lobten am gestrigen Eröffnungstag bereits die schöne
Kulisse, die das Kloster für den Markt bietet. Als durchaus sehenswert und anspruchsvoll kann das Angebot bezeichnet werden. Ware, die man nicht alle Tage sieht, wird hier angeboten. 37 Standinhaber vorwiegend aus dem süddeutschen Raum sind vertreten, die Zier- und Nutzgegenstände für Heim
 und Garten und nicht zuletzt für den geneigten Kunden selbst anbieten. Zum Beispiel in Form von Oberbekleidung aus Filz, aber auch Tüchern und Schmuck für Hals und Arm. Es lohnt sich, an jedem Stand genau hinzuschauen. Beim nur kurzen Blick über die Auslage
entgehen einem sonst die wirklich interessanten Feinheiten. Ursel Bopp aus Horb am Neckar
verkauft zum Beispiel Halsketten, die sie in mühevoller Kleinarbeit aus Silberdraht gestrickt hat
und dabei Perlen zur kunstvollen Gestaltung und andere Elemente eingearbeitet hat. Sie weiß dass
ihr Angebot exklusiv ist und hofft am heutigen Sonntag, genau wie die Kollegen an den
Nachbarständen, auf die entsprechende Kundschaft. Bei Schmied Sandro Dorst aus dem
 thüringischen Sonneberg gibt es unter anderem mittelalterlich anmutende Korkenzieher und bei
Bronzegießer Richard Sailer aus Langenau markante Gürtelschnallen, aber auch ein Schwert.

 

 

Erster Handwerkermarkt: Unikate auf Marienplatz

Es war der erste Kunst- und Handwerkermarkt in Schongau: Einzigartiges gab es auf dem Marienplatz. Die erste Auflage: Ein voller Erfolg.

Ganz im Zeichen handwerklicher Kunst stand am Wochenende der Marienplatz. Mehr als 20 Stände und Anbieter lockten die Besucher in Schongaus gute Stube zum ersten Kunst- und Handwerkermarkt. Das Besondere: Alle Anbieter der teilweise kuriosen Stücke sind die Hersteller selbst. Alles selbst angefertigt, teilweise sogar am Stand vor den Augen der Besucher.

Bei Peter Marksteiner fliegen die Fetzen. Besser gesagt die Späne. Der Holzkünstler aus Salzburg hat vor seinem Verkaufsstand eine kleine Drechselbank aufgestellt. Hier zeigt er seine handwerkliche Geschicklichkeit, aus einem einfachen Holzrohling etwas ganz Besonderes zu schaffen. Ein Unikat gewissermaßen, denn kein Stück ist wie das andere. Aus Apfelholz entstehen Naturrandschalen, aus Zirbenholz Brottöpfe mit antibakterieller Wirkung. Selbst die Späne davon finden in Schlafkissen noch Verwendung. Ruhe sanft! Daneben duftet es. Aber wie. Ein besonderes Erlebnis für Gesicht und Körper wird angepriesen. Die „Alpenkönigin“ zum Einreiben, so richtig auf der nackten Haut. Gut, das gute Stück ist selbst hergestellte Naturseife. Zum tiefen Durchatmen am Stand. Auch Schungit-, Fango- oder Edelsteinseifen sind im Angebot. Daneben: Edel, richtig edel. Bei Marion Franz hat altes Silberbesteck keineswegs ausgedient. Marion haucht der ausgedienten Suppenkelle in Verbindung mit zwei Gabeln neues Leben ein. Da entsteht dann die Kreation „Schöpfkelle an Gabeln“, ein ganz außergewöhnlicher Kerzenständer. Dazu kombiniert mit kleinen Vasen, die aus Griffstücken von Messern geschaffen sind. Wow, perfekt für die geplante Verführung. Die kann auch zustande kommen, wenn die holde Weiblichkeit den „Bauchschmeichler“ von Sabine Dürr anlegt. Er gibt jeder Figur den gewissen Reiz. Die Gürtelkombination aus Stoff ist eng körperanliegend, da bleibt dem Betrachter schier die Luft weg. Genauso wie bei den Knopfgürteln, die pro Stück mit über 250 Knöpfen in allen Variationen bestickt sind. „Alles handgemacht von Sabine, keine Chinaware“, betont Ehemann Bernd hinterm Stand. Er kauft ausgediente Knöpfe aus Krämerläden auf, Sabine verarbeitet sie. Schon mal was von Fusing-Design gehört? Die Glitzerstücke aus Glas und Metall sind Schmuck für den ganzen Körper. Das Glas wird in einem besonderen Verfahren bedampft, das Metall gibt Stabilität und Form. Hergestellt von Raimund, der neben den Glitzerstücken auch seine Hornarbeiten präsentiert. Trachtenschmuck Charivari, also hochaktuell für die kommenden Volksfeste. Der Veranstalter selbst ist natürlich auch präsent. Friedrich Vetter hat sich der Glaskunst gewidmet. Wenn zwei mundgeblasene Flachgläser bei 850 Grad Celsius mit Farbglas zusammengeschmolzen werden, entsteht das faszinierende Kreativ-Glas von Vetter. Es findet überall seinen Platz, egal ob im Garten als besondere Rankhilfe oder in der Wohnung als Blickfangvase. Die leuchtenden Farben beschwingen. So auch die vier „Alpen-Hörner“, ein Alphornquartett. Sie locken die Besucher musikalisch an. Traditionell und auch mit leichtem Touch zum Swing. Etwas Besonderes, wie auch dieser ganze Markt im Herzen der Schongauer Altstadt, von dem es hoffentlich eine zweite Auflage des Kunst- und Handwerkermarktes mit vielen eindrucksvollen Einzelstücken geben wird.

Hans-Helmut Herold